Psychobegriffe

Psychologie

Als Psychologe/in absolviert man ein Universitätsstudium der Fachrichtung Psychologie, das 10 Semester (5 Jahre) umfasst und mit einem akademischen Grad abschließt. Die Berufsbezeichnung "Psychologe/Psychologin" ist gesetzlich geregelt und darf nur von Personen geführt werden, die über den Abschluss eines Hochschulstudiums im Fach Psychologie verfügen.

 

Die Psychologie als Wissenschaft beschreibt und erklärt das Erleben (z.B. Gedanken und Gefühle) und Verhalten des Menschen und seiner Entwicklung im Laufe des Lebens. Durch das Studium der Psychologie erwirbt der Psychologe/die Psychologin in den verschiedenen Gebieten der Psychologie wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse und ein umfangreiches Wissen über menschliches Denken und Fühlen, Lernen und Verhalten und auch darüber, wie man menschliches Verhalten beeinflussen kann.

 

Neben der klinischen Psychologie, d.h. dem Wissen über psychische Erkrankungen, deren Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten geht es auch um allgemeinpsychologische Funktionen wie Wahrnehmung, Denken, Fühlen etc. Eine wichtige Rolle spielen auch soziale Beziehungen, Konflikte, Kommunikation, Lernen, Umgang mit Emotionen u.v.m.

 

Das Psychologiestudium stellt eine sehr gute Grundlage für die Ausübung der Psychotherapie dar, da sehr umfassende psychologische Grundlagen vermittelt werden. Zur Ausübung der Psychotherapie muss aber zusätzlich eine Psychotherapieausbildung absolviert werden. 

 


Klinische Psychologie

 

Die Ausbildung zur klinischen Ausbildung zur klinischen Psychologin und zum klinischen Psychologen ist eine Fachausbildung nach Abschluss des Psychologiestudiums. Der Beruf der klinischen Psychologin und des klinischen Psychologen ist seit 1991 im Psychologengesetz geschützt. Alle zur Ausübung der Klinischen Psychologie berechtigten Personen werden in einer entsprechenden Liste des Gesundheitsministeriums geführt.

 

Die klinische Psychologie ist eine Teildisziplin der Psychologie. Diese Fachdisziplin umfasst die Untersuchung, Beratung und Behandlung von einzelnen Menschen, Familien und Gruppen in Bezug auf psychische, soziale und körperliche Beeinträchtigungen und Störungen. Die klinische Psychologie beschäftigt sich mit

  • psychischen und körperlichen Erkrankungen, bei denen psychische Aspekte eine Rolle spielen
  • mit psychischen Extremsituationen und den psychischen Folgen akuter Belastungen
  • sowie mit Entwicklungskrisen und psychischen Krisen, insbesondere mit krankheitswertigen Zustandsbildern .


Die klinisch-psychologische Behandlung umfasst auch vorbeugende (präventive) und wiederherstellende (rehabilitative) Maßnahmen. Sie hat zum Ziel, Krankheiten vorzubeugen, psychische Störungen bzw. Leidenszustände zu lindern oder zu beseitigen sowie kranke Menschen darin zu unterstützen, ihre Krankheit besser bewältigen zu können.


 

Psychotherapie

Psychotherapie hat das Ziel, psychische Erkrankungen und Leidenszustände zu mildern oder zu beseitigen, gestörte Verhaltensweisen zu ändern und die Reifung, Entwicklung und Gesundheit des Behandelten mittels wissenschaftlich-psychotherapeutischer Methoden zu fördern.


Um den Beruf der Psychotherapeutin und des Psychotherapeuten ausüben zu können, ist die Absolvierung einer Psychotherapieausbildung notwendig, die gesetzlich geregelt ist.


Nur wer im Sinne des Psychotherapiegesetzes die Ausbildung absolviert hat, darf sich in der Folge Psychotherapeut oder Psychotherapeutin nennen und die ausgeübte Tätigkeit als Psychotherapie bezeichnen. Ausgebildete PsychotherapeutInnen sind zur selbständigen Berufsausübung berechtigt und werden in einer entsprechenden Liste des Gesundheitsministeriums geführt. Das Psychotherapiegesetz legt auch fest, mit welcher beruflichen Grundausbildung man überhaupt eine Psychotherapieausbildung absolvieren kann (z.B. ÄrztInnen, PsychologInnen, PädagogInnen, TheologInnen, SozialarbeiterInen, Krankenpflegefachpersonal, etc.) 


Psychotherapie ist eine Behandlungsmethode, die umfassend ist - also den Menschen in seinem gesamten Kontext betrachtet. Das bedeutet, dass die Biographie, die momentane Lebenssituation, das nahe und weitere Umfeld und auch die Gesellschaft, in der der Mensch sich befindet, miteinbezogen wird.



Verhaltenstherapie

Hier finden Sie einige Informationen, was Verhaltenstherapie ist.

 

 

Psychiatrie

Ein Psychiater, eine Psychiaterin ist ein Facharzt/eine Fachärztin der Medizin. Sie haben nach dem Medizinstudium die Fachausbildung in Psychiatrie absolviert. Der Schwerpunkt der psychiatrischen Behandlung liegt in der Behandlung seelischer Erkrankungen oder Störungen. PsychiaterInnen gehen von der körperlichen Seite an psychische Probleme heran. Sie haben spezielle Kenntnisse über Entstehung und Verlaufsformen von Krankheiten des Geistes und der Seele erworben und gelernt, diese Krankheiten zu erkennen und zu behandeln, zumeist mit Medikamenten, den so genannten Psychopharmaka. 


Eine Zusammenarbeit zwischen PsychotherapeutInnen und PsychiaterInnen erweist sich in vielen Fällen als sehr hilfreich.