Kostenzuschuss

Zuschussregelung

Bei Vorliegen einer krankheitswertigen Störung (Diagnose nach ICD 10) haben KlientInnen die Möglichkeit, Kassenleistung für Psychotherapie in Anspruch zu nehmen. Die Kassen erstatten in diesen Fällen einen Teil des an PsychotherapeutInnen bezahlten Honorars. Für Beratungen, Seminare, Selbsterfahrungsgruppen und dergleichen werden von der Krankenkasse keine Kosten übernommen.


Die Finanzierung von Psychotherapie ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich geregelt.


Die Kassen sind jedenfalls verpflichtet, die Behandlungseinheit mit zumindest € 21,80 zu bezuschussen.



Erforderliche Schritte

1.Bestätigung durch einen Arzt


Um den Kostenzuschuss zu erlangen, muss spätestens vor Beginn der zweiten psychotherapeutischen Sitzung eine ärztliche Untersuchung durchgeführt werden. Sie soll sicherstellen, dass die Beschwerden nicht auf organische Krankheiten zurückzuführen sind. Der Klient/die Klientin bringt eine ärztliche Bestätigung in die zweite Therapiestunde mit.


2. Bewilligungsfreie Therapiestunden


Der Klient kann 10 bewilligungsfreie Therapiestunden in Anspruch nehmen. Der Klient bekommt eine Honorarnote vom Psychotherapeuten und bezahlt dafür voll.


3. Bewilligungsantrag


Zur Sicherung des Kostenzuschusses über 10 Sitzungen hinaus ist ein Bewilligungsantrag an die jeweilige Kasse zu stellen. Dieser Bewilligungsantrag (für insgesamt 60 Stunden) muss vom Psychotherapeuten ausgefüllt werden und vom Klienten vor der 11. Sitzung bei der Krankenkasse eingereicht werden. Dieser Antrag dient dem chefärztlichen Dienst der Kasse zur Beurteilung, ob eine Krankenbehandlung vorliegt.

(Formular: OÖ GKK, Österr. Krankenversicherungsträger)


4. Einreichung bei der Krankenkasse


Der Klient reicht die Honorarnoten bei der Krankenkasse ein und bekommt den Kostenzuschuss auf sein Konto überwiesen.

Im Fall einer positiven Erledigung des Bewilligungsantrages (ab der 11. Therapiestunde) wird der Kostenzuschuss bis zur 60. Sitzung gewährt und jeweils nach Einreichung der Honorarnote dem Klienten überwiesen.


5.Weiterer Bewilligungsantrag


Wenn der Bedarf nach weiteren Therapiestunden besteht muss vor der 61. Sitzung ein weiterer Bewilligungsantrag eingereicht werdem, mit Begründung der Notwendigkeit von weiteren Sitzungen.